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Humane Massentierhaltung

Die Sendung Quarks & Co hat am 18.2.2014 eine hervorragende Sendung zum Thema Massentierhaltung von Kühen und wie deren Erdenleben humaner gestaltet werden kann ausgestrahlt.

Ja, die meisten Menschen wollen Fleisch essen, dennoch muss darüber nachgedacht werden, wie Tiere am wenigsten geängstigt werden können und am humansten ihr Erdendasein inklusive eines humanen Todes erleben dürfen.

Temple Grandin ist Professorin an der Universität Fort Collins in Colorado. Sie setzt sich für humane Massentierhaltung von Rindern in den USA ein. Fast jeder zweite Schlachthof oder Ranch in den USA ist nach ihren Vorgaben gebaut laut der Sendung Quarks & Co. Ihren Durchbruch hatte sie 1999, als McDonalds ihre Zulieferer verdonnerte, ihre Tiere im Sinne von Professorin Grandin zu halten. Schnell schlossen sich Burger King und Wendy’s an. Mit dieser Macht hinter sich konnte sie die Tierhaltung in den USA revolutionieren.

 

Professorin Grandin ist Autistin, die wohl fast einzige, die derart von ihren Eltern gefördert wurde, dass sie mit ihren Berührungsängsten und anfänglichen Sprachproblemen hinausgewachsen ist und Psychologie studiert hat, Informationen von wikipedia.de.

Sie hat in ihrer Kindheit beobachtet, dass Rinder in einer Pressmaschine, einem Gang, wo sie einzeln hineingehen, um geimpft zu werden, nicht hektisch werden, sondern vielmehr ruhiger.

Durch ihren Autismus kann sie das Verhalten von Tieren besser verstehen und nachvollziehen. Sie sieht alles und merkt sich Dinge in Bildern. Entsprechend nimmt sie ein Außengelände viel deutlicher im Detail wahr.  So hat sie zum Beispiel laut Quarks & Co. gesehen, dass Rinder in Pressgänge dann nicht ungerne gehen, wenn sie gerundet sind und ohne störende Details. Sie werden umgekehrt dann hektisch und muhen, sobald Stricke, silbrig glänzende Ketten oder Schatten sich zeigen, da dann die Tiere nicht deuten können, ob es gefährlich ist. Weiter mögen Rinder immer zum Ausgang zurückzukehren, das hat sie sich zu Nutzen gemacht, indem ihre Pressgänge rund angeordnet sind, so haben die Rinder das Gefühl zurückzugehen.

Seit nunmehr 40 Jahren beschäftigt sie sich mit Viehzuchtbetrieben und Schlachthöfen, deren Anlagen und Struktur, um diese im Sinne der Rinder zu verbessern.

Gerade die alte Haltung von Rindern aus den Siebzigern in den USA mit Elektroschocks und lautem Geschrei hat die Tiere laut Professorin Grandin arg verängstigt und gestresst. Die Tiere mögen viel lieber Stille. Die Rancher müssen laut ihrer Aussage lernen, dass deren Leute die Tiere gut behandeln. Entsprechend hat sie Checklisten für Rancher erarbeitet, wonach diese ihre Anlagen ausrichten sollen.

Und auch der humane Tod ist für die Fleischesser wichtig, wenn die Tiere ruhig den Gang entlanggehen ohne Angst, um dann mit einem Bolzen in den Kopf geschossen zu werden, wovon sie sofort bewußtlos werden, und tot sind.

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