Die richtige Heimauswahl

Ein Zuhause für den Bewohner

Bei der Heimauswahl sollte es in erster Linie nach den persönlichen Bedürfnissen des zukünftigen Bewohners gehen. Diese sollen sich ja dort wohl fühlen und nicht deren Verwandten, die das Heim ausgesucht haben.

Aber so einfach stellt sich die Heimauswahl dann doch nicht dar.

Einige Heime sind objektiv besser, da die Zimmer größer sind, der umliegende Park ansprechend, die Behandlungen gut sind und das Essen biologisch wertvoll angeboten wird. Dennoch muss der Heimbewohner zufrieden mit dem Essen sein – wenn er nun Hausmannskost bevorzugt, wird das Essen im Heim ihm nie schmecken.

Entsprechend sollte mit dem zukünftigen Heimbewohner eine Checkliste erarbeitet werden, was ihm wichtig ist.

 

  • Gefällt mir die Einrichtung? Darf ich meine eigenen Möbel mitbringen?
  • Erhalte ich ein Einzelzimmer und ist das Zimmer groß genug?
  • Entspricht die technische Ausstattung meinen Wünschen? Telefon, Fernseher, sanitäre Anlagen, Notrufsystem
  • Wirkt die Einrichtung sauber, hell und wohnlich?
  • Sind umliegende Geschäfte gut zu erreichen? Werden Busfahrten in die nahe gelegene Stadt angeboten?
  • Bietet das Pflegeheim einen Friseurdienst an?
  • Hat das Pflegeheim einen eigenen Laden mit Nahrungsmitteln und Zeitschriften?
  • Ist das Heim für die Verwandten gut zu erreichen?
  • Ist die Essensauswahl ansprechend und abwechslungsreich? Kann ich zu jeder Zeit Essen kaufen/erhalten?
  • Wann sind die Essenszeiten? Darf ich mir den Platz frei wählen? Wichtig: Manche Häuser erwarten, dass geistig fitte Personen an Tischen mit Demenzkranken sitzen, um diesen zu helfen. Dadurch aber fehlt den geistig fitten Herrschaften die Ansprache.
  • Gibt es ein Cafe?
  • Gibt es ein Nachtcafe, falls ich nicht schlafen kann?
  • Kann ich meinen Tagesablauf frei bestimmen?
  • Wie ist das hausinterne Freizeitangebot?
  • Habe ich eine Pflegkraft als konkrete Ansprechperson? Wie qualifiziert sind die Pflegekräfte?
  • Wird die Pflege auf meine individuelle Situation und auf meine Bedürfnisse abgestimmt?
  • Bietet das Haus regelmäßige Sprechstunden mit Ärzten an? Kann ich weiter meine früheren Ärzte behalten und dürfen diese auch ins Haus kommen?
  • Werden neben den ärztlichen Untersuchungen auch Massagen, Fußpflege angeboten?
  • Sind Getränke, Fahrdienste und Freizeitangebote inklusive?
  • Sind die Kosten transparent? Wurde ich über die Finanzierungsmöglichkeiten aufgeklärt? Welche Kosten fallen monatlich an?
  • Gibt es eine spezielle Demenzabteilung mit einem angepassten Wohnbereich für die Betroffenen? Essen die Demenzkranken für sich oder zumindest an einem eigenen Tisch? Ist das Personal hierfür besonders ausgebildet? Wird die Vorgeschichte der Demenzkranken berücksichtigt?
  • Dürfen die Bewohner auf Wunsch in der Küche helfen oder im Garten arbeiten?
  • Was wird zur Stärkung meiner Gesundheit unternommen?

Die Liste stellt nur eine unverbindliche Entscheidungshilfe dar. Manch Betroffener hat eigene Wünsche und Bedürfnisse für die Auswahl eines Pflegeheims, die hier nicht aufgeführt sind. Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit der Ausführungen gemacht.

Maren Jackwerth, www.beratung-jackwerth.de

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